ENGELEN-DEMO Berlin – Nachspiel, Klappe 1

Bielefeld, 08.08.2019:

Es ist ja nicht jedem leicht eingängig, dass auch in Deutschland unschuldige Menschen verfolgt werden. Auch mir gelang der Prozess der Desillusionierung nicht in einem Schritt. Damit aber unsere Kindern noch so etwas ähnliches, wie ein Rechtsstaat bleiben kann, treibt es Menschenrechtler dazu, auf die vorliegenden Missstände aufmerksam zu machen. Auch diese werden dafür von Deutschland verfolgt.

Vorliegend ist der Menschenrechtler Frank Engelen in Dresden inhaftiert, weil eine andere Person – der Jugendheimflüchtling David Möbius – sich als aussagebereiter Zeuge vor dem „Rechtsstaat Deutschland“ fürchtet und sich deshalb bis auf weiteres bei diesem nicht meldet.

Andere Menschenrechtler, wie u. a. vorliegend Andreas Ganser, machten am 03.08.2019 auf einer Demo in Berlin auf diesen Missstand lautstark aufmerksam.

Der Polizei, sein Freund und Helfer, war das was er zu sagen hatte, allerdings ziemlich egal. Ihr ging es mehr darum, dass er es nicht zu laut sagte und auch nicht mit einer zu lauten Musik unterlegte.

Auch ging es ihr nicht darum, ihre eigenen, der subjektiv empfundenen Lautstärke geschuldeten Maßnahme mit einer Lautstärkemessung zu rechtfertigen, oder ihre Maßnahme auf Video zu dokumentieren, sondern eher darum, solche Dokumente gar nicht erst entstehen zu lassen. Allerdings liegen Leak6 trotzdem genügend Videos vor.

Die Polizeimaßnahme selbst zielte darauf, die Beschallung durch Gansers Musikanlage zu unterbinden und man wählte das (so wörtlich) „mildeste Mittel“, die Beschlagnahme zweier Autoakkus, mit welchen er seine Musikanlage betrieb.

Während der Demo fragte ich, wie man mit verzweifelten Menschen wie Andreas Ganser einer ist, wohl umgehen soll und bemerkte, dass dies im deutschen, sozialen Bundesstaat nach Art. 20 Abs. 1 GG immer mehr Menschen werden. Am nächsten Tag gab es einige Anlässe, die die Vermutung nahe legten, dass sich die Freunde und Helfer auch gegenüber Andreas Ganser tatsächlich als Freunde und Helfer beweisen wollten. Diesen guten Gedanken hege ich auch weiterhin, allerdings nicht gegenüber allen Polizisten oder gar generell. Denn leider gab es auch Gegenteiliges, wie z. B. nun zu beklagen, dass man den Andreas noch ein bisschen länger zappeln lassen will und man die beschlagnahmten Auto-Akkus noch ein bisschen länger behält.

Und so halte ich es für geboten, auch dem
Polizeilichen Staatsschutz und der
Staatsanwaltschaft in Berlin von der
Staatsanwaltschaft Dresden zu erzählen, die ich schon bei der
Staatsanwaltschaft in Bielefeld und beim
Bundesverfassungsgericht wegen der Verfolgung Unschuldiger angezeigt hatte.

Da ja nun mal nicht alle Menschen in gleicher Weise redlich oder unredlich handeln, kann es ja kaum schaden, noch ein paar mehr Redliche unter den Befugten zu suchen.

P. S.: Ebenfalls gesucht werden derzeit couragierte und redliche Rechtsanwälte, die bereit und in der Lage sind, in Gemeinschaft mit mir und der Kontrolle durch mich den zivilcouragierten Menschenrechtler Frank Engelen zu verteidigen. Einige Namen sind bereits im Gespräch.

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