Das Vollversagen des Senfdazugebebefugten

Die ENGELEN – DEMO in Berlin, angemeldet unter dem Titel

Meckerday -> B-Day von Dave Möbius

fand am Samstag, dem 03.08.2019 – 11:11 Uhr bis 22:00 Uhr

Berlin (Mitte), Paul-Löbe-Allee,
auf dem Mittelstreifen vor dem Paul-Löbe-Haus

tatsächlich statt.

Der Senfdazugebebefugte versagte allerdings auf ganzer Linie.

  1. Machte er sämtliche Einladungen so kurzfristig, dass niemand dazu kommen konnte.
  2. Passte er nicht auf, als jemand den Anmelder bestahl.
  3. Gab er seinen Senf zu Gansers vermeintliche Ausfälligkeit: „kein ‚kleines Arschloch‚ [in Richtung der Polizisten] mit meinem Megaphon!“, ohne dass es in dieser Richtung ein solches Arschloch gab oder irgend jemand anders diese Beleidigung vernahm.

Schon vor dem kleinen Arschloch resümierte der Senfdazugebebefugte, dass er alles zu spät machte und nichts machte wo er etwas tun sollte und beschränkte sich resigniert auf das einzig sinnvolle, das ihm noch einfiel:

Er bemerkte, dass das Transparent „FREE FRANK ENGELEN“ vom Wind immer wieder umgeschlagen wurde und hielt sodann nur noch die Mitte dessen Unterkannte fest, um die Lesbarkeit zu erhalten.

Um das Spruchband aber nicht zerreißen zu lassen war es erforderlich, bei Windböen entsprechend nachzugeben. So wurde ich zum tanzenden Eyecatcher.

Ganser tat es ebenso und tanzte vor den Leuten nach seiner Techno.

Die Polizei versammelte sich zahlreich. Es wurde von mehreren Seiten gefilmt und zwei mal vergeblich polizeilich versucht, die Videodokumentation zu vereiteln.

Nun gab es reichlich Senf zum Handeln der Polizei dazu, den leider alle verpasst haben, die nicht so schnell nach Berlin kommen konnten. Am vorläufigen Ende zogen sie sich zurück, um danach doch noch einmal Beute machen zu können. Und auch das war ein merkwürdiger Deal, wo der Senfbefugte vermutlich versagte:

Hatte er doch zwischenzeitlich selbst die Polizisten gebeten, auf Ganser einzuwirken, dass er seine Mucke leiser machen möge, aber nicht auszuschalten – wurde dieser Senf (Bürgerbelästigungsbeseitigungsauftrag) wohl irgendwie nicht ganz richtig verdaut (verstanden) und dann so umgesetzt, dass es in Ermangelung der beschlagnahmten Akkus gar keine Beschallung durch die Musikanlage mehr gab.

Auch hier ist das bekannte, vielleicht ewige Mantra ein weiteres mal gültig und erwächst sich – zum Staunen des Senfgebers selbst – zum (allerdings nachträglichen) Platzverweis für die Polizei:

Wer eine Aufgabe nicht versteht, wird sie niemals lösen.
Wer sie nicht verstehen will, ist fehl am Platz!

Erheblich ist das alles aber nicht. Der Stecker wurde erst gezogen, als der Tag ohnehin bald sein Ende nehmen musste. War es ein Deal, den keiner als solchen erkannte?

Die Polizei kann ihre Berichte schreiben und hat die erbeuteten Akkus zum Beweis.

Und die Demonstranten hatten ihren Auftritt und ihre Bühne – auch zum Dank der Polizei.

 

 

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