Neue Ladung in eigener Sache

Von dem von mir zwar ungern aber notgedrungen betriebenen und
sich – mehr oder weniger lustig – drehenden

Ablehnungskarussel

fand ein Richter am Amtsgericht namens Dreyer auf korrekte Art und Weise den Absprung:

Er beantwortete Tatsachenfragen ohne Ablenkungsmanöver und schickte die Antworten zu mir. Die ergaben, dass er ordnungsgemäß gearbeitet hatte indem er meinem Gegner zeitnah zustellte. Die übrigen Anfangsverdachte rangierten seitdem im Bereich einfacher Flüchtigkeitsfehler und Missverständnisse; waren seitdem jedenfalls Bagatellen.

Weil ich so selbst nicht mehr an die Berechtigung meiner geltend gemachten Besorgnis glauben konnte, stand ich von meiner Ablehnung ab und zog ich mein

Ablehnungsentsprechungsgesuch

zurück.

RiaAG-HH Dreyer gilt seitdem als von mir unbescholten!

Allerdings ist es nun auch wiederum nicht so sicher, als dass ich nun auf ewig für ihn meine Hand ins Feuer legen würde. Sollte er sich doch unakzeptable Klopper leisten (also neue Ablehnungsgründe), so muss auch er wie alle anderen mit einer Ablehnung rechnen.

Nur in einem solchen Fall hätten dann andere Richter über die Berechtigung meiner Besorgnis gegenüber RiaAG-HH Dreyer zu entscheiden; nur in diesem Fall wäre es wichtig, dass meine Sache nicht in die Hände von möglicherweise voreingenommenen Richtern gerät; und nur zu diesem Zweck unterliegen die im PDF des letzten Beitrags zu erkennen gegebenen Richter

meiner Ablehnung.

Als ich mit dem Texten jenes Schreibens fertig war, fand ich die sehnlich erwartete herzliche Einladung von Dreyer. Ich komme gern.


Wegen angeblich beleidigender Einladung zu einer Prozessbeobachtung eines Anwaltshonorarprozesses
ist derzeit anberaumt:

Rechtsanwalt RA1 / Joachim Baum
04.07.2019 – 13:30Uhr jetzt:
18.07.2019 – 13:30Uhr

36a C 227/18

Amtsgericht Hamburg
Sievekingplatz 1
Saal A 045, Erdgeschoss

20355 Hamburg

Diese Sache sollte zunächst mit dem Anwaltshonorarprozess selbst verbunden werden, wogegen Joachim Baum allerdings ein presserechtlich notwendiges Einladungsprivileg geltend machte.

Das Wichtigste in Kürze: Da es für eine Partei unmöglich ist zwei widersprüchliche Ziele in einem Prozess zu verfolgen, dürfen die beiden Prozesse nicht miteinander verbunden werden. Man kann nicht beweisen, dass der Gegner den Richter hätte überrumpeln wollen und können, ohne den Vollzug einer solchen Tat (also Prozessbetrug begeht) zuzulassen. Erst wenn man den einen Prozess verloren hat, hätte man den Beweis um den anderen zu gewinnen.

Nun aber – abgetrennter weise – kann ich meine Prozessziele sachgerecht differenzieren: Im hier vorliegenden Unterlassungsverfahren kann meine monierte Äußerung, der Anwalt begehe Prozessbetrug (oder wolle ihn versuchen, weder bewiesen noch widerlegt werden, denn diese Frage kann hier nun nachweislich nicht, sondern nur im anderen (Anwaltshonorarprozess) bewiesen werden. Diese meine Äußerung ist also keine dem Beweis zugängliche Tatsachenbehauptung, sondern eine höchst persönliche freie Meinung; eine Erwartung und im übrigen nicht einmal eine Schande.

Für eine Schande hielte ich das Gegenteil: Wenn ein Anwalt einen Anwaltshonorarprozess wie den vorliegend auch noch anstehenden anstrengt und dann versuchte die Wahrheit durchzusetzen, was aber nichts anderes sein kann, als zu versuchen zu verlieren.

Wenn er also einen solchen Prozess anfängt, dann muss er auch versuchen ihn zu gewinnen, das heißt er muss versuchen, eine Auffassung von welcher er aber wissen muss, dass sie falsch ist dem Richter beizubringen. Nicht der von mir ursprünglich erwartete Prozessbetrug ist also die eigentliche Schande, sondern die Entscheidung dazu, einen solchen Prozess überhaupt zu beginnen. Ich fragte ja bereits am 19.02.2019 internetöffentlich, ob so etwas nicht vielleicht einfach nur unwürdig sei.

Werbeanzeigen

7 Kommentare zu „Neue Ladung in eigener Sache“

  1. Aus Sicht des Anwalts war das eine abgemachte Sache. Denn die Erfahrung zeigt, dass nur die wenigsten Opfer der willkürlichen / parteilichen Justiz in der Lage sind, so ein Verfahren zu führen und zu gewinnen. Auch Anwälte sind an Weisungen gebunden. Denn die Anwaltskammer unterstehen dem Justizministerium. Das Deutsche Staatswesen /den Justizapparat bezeichne ich als vollkommen verrottet. Als durch Korruption und Sabotage zerstört. Es existieren keine Kontrollinstanzen durch den Souverän mehr. Vielmehr hat es sich die Justiz selbst zur Aufgabe gemacht durch inszenierte Verfahren all das Kapital zu erwirtschaften, welches durch Steuern und Abgaben nicht mehr generiert werden kann. Gerade jene welche sich wehrhaft zeigen, werden ohne Gnade verfolgt und durch Kosten ruiniert. Wohin das wie viel Geld fließt, wird nicht öffentlich kommuniziert. Polemisch formuliert: Das erpresste Geld fließt in die Versorgungskassen der Justiz. Damit zahlen die sich deren vollkommen unangemessen hohen Pensionen und Sonderzulagen aus. Darum sind die stets daran interessiert, Verfahren zu inszenieren und selbst verständlich sich selbst zu versorgen und das bei möglichst wenig Arbeitseinsatz. Urteile und Beschlüsse am Fließband. Alle gleich. Staat Akten zu lesen, wird telefoniert…

    Gefällt mir

  2. Ich vermute den Blick der Juristen auf das Geld nicht so direkt, wie du. Ich denke ihnen ist in erster Linie wichtig, die Kontrolle zu behalten und sich nicht von irgendwelchen Subalternen oder gar dem Gesetz Vorschriften machen lassen zu müssen. Alles soll so – und auch so schön – bleiben wie es ist und wie sie es kennen. Jeder ist Teil des Netzwerkes, dass seine Mitglieder zu aller erst und unbedingt vor ‚Angriffen‘ schützt, d. h. ohne jeden Zweifel an mangelnden Korpsgeist aufkommen zu lassen. Natürlich gibt es auch viele ‚Schlafschafe‘ unter den Juristen, die die Boshaftigkeit des Systems selbst gar nicht erkannt haben, aber auf dem Flecken, den das Netzwerk ihnen zuwies ganz zufrieden vor sich hin prötkern.

    Gefällt 1 Person

  3. Meiner Seele schadet es nicht. Sogar eines meiner Probleme, dass meine Stimme in Konfliktsituationen rel. schnell zittrig wird, ist deutlich zurück gegangen. Vor allem weiß ich jetzt, wofür mein Schwierigkeiten der Vergangenheit gut waren. Sie waren mein Trainingslager im christlichen Gihad. Wahrheit versus Barmherzigkeit, Konsequenz vs. Versöhnlichkeit, persönliche Berufung vs. soziale Wahrnehmung, wohldosierte Gnade vs. messbarem Segen, …
    Das sind alles Felder, die man nur ergründet, wenn man sie auch durchlebt.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s