Die Sachzwänge des Herrn

Es kann ja keinen Gott geben, denn
wenn es einen Gott gäbe, dann …

so musste ich es mir – zumindest sinngemäß – ein weiteres mal am letzten Dienstag, dem 05.02.2019 von einem etwas mit mir überforderten Telefonpartner und Inhaber einer beneidenswerten Telefonnummer sagen lassen. Die Überforderung setzte im wesentlichen bei der Frage ein, wie er denn gestalten wollte, falls er über die Allmacht des Herrn verfügte.


Ein den Juden zugeschriebener paradoxer Witz nimmt sich dieses Themas wie folgt an:

Es kann keinen allmächtigen Schöpfer geben, sonst müsste der
einen Stein schaffen können, den er selbst nicht heben kann!

Kinder kann man fragen, ob sie in einer leeren Badewanne sitzen können – dann, ob sie wieder aussteigen können, dann ob die Badewanne dann leer ist und zuletzt ob sie leer war, als sie selbst darinnen saßen.


Es soll hier nicht um Wortwitz oder Rhetorik gehen – dafür ist das Leben zu ernst. Der Herr hat nun mal seine Sachzwänge. Das Idealbild von der guten und stimmigen Welt kann nicht auf jede beliebige Art gedacht – und auch nicht realisiert werden.

Am aller wenigsten mit der Kontrathese der Aufwärtsentwicklung via ‚Survival of the Fittest‘ (der Stärkere frisst den Schwächeren).

In Gottes stimmiger Welt gibt es den Glauben daran, dass der, der Ewig ist, auch weiß, wie’s geht, dass man nicht jede irrige Idee erst ausprobieren muss und dass jeder jedem hilft. Treue und Liebe sind seine Prinzipien, von denen er nicht lassen kann – in denen er quasi denknotwendig oder aus Sachzwang heraus gefangen ist.

Treue und Untreue kann ER nicht mischen:

„sind wir untreu, so bleibt ER treu;
denn ER kann sich selbst nicht verleugnen.“

Natürlich ist das keine Aufforderung, seine Gnade zu missbrauchen. Er lässt die Sonne über Gute und Böse scheinen, er greift (meist) nicht ein, sondern bleibt im Verborgenen. Er zwingt den Menschen nicht die Erkenntnis seiner Existenz auf, sondern wartet damit

bis zum Endgericht.

Eben damit der freiwillige Entschluss zum Glauben (und seine Umsetzung) aus dem Herzen heraus und aus dem persönlichen Verstehen oder Erahnen jedem einzelnen möglich ist.

Das kann nicht ohne Folgen bleiben (Klappe, die erste):


Die Menschen ohne hinreichenden moralischen Kompass müssen sich als die genügend starken erweisen. Sie müssen ihre Gewinne, ihre Wettbewerbsfähigkeit, ihr Ansehen, ihre Macht-Strukturen, ihre Vernetzungssituation, ihre Handlungsspielräume (Optionen, Willkürgeheimbereiche) maximieren, weil alles andere gegen ihre bewusst oder unbewusst wirksamen Handlungsmaximen verstoßen würde.

Sie müssen also auch die Kosten/Nutzen-Relation maximieren.
Sie müssen den Anschein der Seriosität wahren, wozu auch die Qualität des Rechtsstaates zu zählen ist. – Und trotzdem muss dieses – auch letzteres – so billig wie möglich geschehen.

Und Schwupps – schon haben wir den Unrechtsstaat erklärt!

Alle aus der Roben tragenden Kaste wissen voneinander, dass die anderen ihrer Kaste auch wissen, wie der Hase läuft (nichts anderes kann für die Kleriker gelten, die selbst am besten wissen, wie sehr sie Gottes Botschaften verbogen haben). Sich gegenseitig etwas vorzumachen ist nach diesem geradezu müßig.

Und der erste, der sich ehrlich machen wollte, hätte alle anderen gegen sich.

Rechtsstaatlichkeit wird folglich preiswert simuliert, Kastendenken und Schulterschlusseffekte aus Vorteilslogik heraus unumgänglich. Nur noch ein geringer Bruchteil von Rechtsfällen wird überhaupt entschieden (siehe LTO-Artikel!).

Thomas Fischer gegen Ende des verlinkten Artikels:

Höchste Pflichterfüllung nurmehr zu simulieren,
ist Betrug am Bürger, an sich selbst und am Recht.

Ebenfalls bereits dieser Simulation zum Opfer gefallen ist die Gleichheit vor dem Gesetz aus Art. 3 Abs. 1 GG.

Leak6 postuliert internetöffentlich.

Ob die Robenträger darin eine Postulationsfähigkeit entdecken oder nicht – ist ihr Problem.


Ebensowenig folgenlos bleiben kann (Klappe, die zweite),

dass Menschen mit hinreichendem moralischen Kompass diesem (bzw. auch mögliche Formulierung: sich selber) treu bleiben wollen.

Und zwar auch dann, wenn sie auf unehrliche Gegner treffen. Warum auch sollte dem Unehrlichen die Macht eingeräumt werden, eine Charakterveränderung des Ehrlichen zu bewirken?

Und so gehört es zu den Handlungsmaximen des Ehrlichen, selbst in Umlauf gebrachte falsche Informationen unaufgefordert richtig zu stellen.

Nur, was soll man tun, wenn eine Information ’nur‘ fragwürdig geworden ist – und nicht glaubhaft richtig gestellt?

Wenn man dann – auf einer bekannter Weise fragwürdigen Grundlage – die Äußerungen korrigiert, die man auf einer ehemals für glaubwürdig gehaltenen Grundlage in die Welt gesetzt hatte, dann geht man ja das Risiko ein, dass man nochmals korrigieren muss und sich damit selbst unglaubwürdig – um nicht zu sagen: zum Hampelmann macht.

Lemma:
Man kann nicht Verwirrung beseitigen,
indem man noch mehr Verwirrung stiftet.

Aus den Anlagen des letzten Beitrags entnimmt der aufmerksame Leser, dass zum Klageerweiterungsvorschuss eines berüchtigten Rumpelstilzchen-Anwärters widersprüchliche Daten in der Welt sind.

Da die von Leak6 in Umlauf gebrachten Daten zum Nachteil dieses Rumpelstilzchen-Anwärters sind, würde Leak6 gerne zurückrudern.

Zurückrudern ist ganz etwas Feines!
Selber schlauer werden – ein Hochgenuss, auch z. B. bei Kommentardiskussionen in anderen Internetblogs zu wachsen, und Verständnis und Frieden zu finden – oder zu stiften.

Zurückrudern vor machen ist auch nicht schlecht. Es ist eine dem Ausbildergeeignetem vertraute Lehrmethode.

Zurückrudern konnten sogar schon

 

– äh: Nur … der kleine Jockel, der darf das nicht – und das verstehen wir nicht.

Der kleine Jockel fragte jedenfalls zweimal nach (am 31.01. und am 08.02.2019):

Hallo Rumpli, kannst mich hören, Hallololöchen, Hallo!


Bestimmt habe ich mich nur unklar ausgedrückt. Ich bin halt kein Jurist. Deshalb bitte noch einmal den Blick auf das Beitragsbild richten: So sieht eine glaubhafte Quittung aus! Ich erbitte etwas definitiv glaubwürdiges und justiziables, damit ich auch einmal selbst das Zurückrudern vormachen kann.


Ungeahnte Zwänge resultieren:

Was gerichtlich
1.) beidseitig anerkannt zu langsam geht
(Internetäußerung und Abmahnung sind jedenfalls schneller als das ’normale‘ gerichtliche schriftliche Vorverfahren) und
2.) in einem unergründlichen Sumpf
(eine Akte kann man ja nicht zum Beweis verwenden) zu versacken droht,

das muss wohl auf die teuerst denkbare Art vollzogen werden!


Weil Gott nicht einschreitet nimmt ihn kaum noch jemand ernst.
Wer soll aber unser oberstes Gericht ernst nehmen, wenn dieses nur in 10% der Fälle einschreitet? – Das spricht sich doch rum!


P.S. [19.03.2018]:
Weil die Wahrheit ein Wert an sich ist, habe ich letzte Woche die Akte in Augenschein genommen (ja, das geht wirklich) den Zahlungshinweis des eingegangenen Klageerweiterungsvorschusses mit Wertstellungstag 27.11.2019 vorgefunden und die von mir versehentlich in Umlauf gebrachten Falschbehauptungen heute richtig gestellt.


Weiterführende Links:

 

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