Du hast’s heimlich getan, ich aber will dies tun … im Licht der Sonne.

Salomo!

Da klingelt doch bei jedem gebildeten Richter irgend was.

Er soll die weisesten Urteile aller Zeiten gefällt haben und es wurde sogar prophezeit, dass (mit einer Ausnahme, Luk. 11, 31) niemand seine Weisheit toppen werde (1. Könige 3, 12).

Die Geschichte, von welcher die Überschrift dieses Beitrags entnommen ist – mithin ein Justiz-Thriller über staatlichen Machtmissbrauchs der Begierde wegen, Vertuschungen, das Aufdecken derselben und den weiteren Folgen spielt aber ganz ohne:

Salomo.

Dafür spielen aber sein Vater, seine Mutter und sein Bruder mit. Wer neugierig ist, kann sich gleich bis zu den weiteren Skandalen durchlesen, die Überschrift jedenfalls stammt aus 2. Samuel 12, 12.

Diese Überschrift schoss mir, dem Betreiber von Leak6, nachdem ich mich von einem Lachflash erholt hatte, der mich bei der Nachricht des Gelsenkirchener verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 23.10.2018 zum Filmrecht der Polizei bei Demos und insbesondere seiner Begründung ereilte. Diese lautete nämlich (u. a.) wie folgt:

Es darf gar nicht erst der Eindruck von Überwachung entstehen!

Als ob – sorry, ich muss mich jetzt beim Tippen immer noch beherrschen – als ob über dieses Wissen nicht schon längst jedermann verfügte.

Also liebe Überwacher: Macht euern Job bitte schön unauffällig, damit die aus der Zeit gefallenen Gelsenkirchener Richter noch ein bisschen länger an dieses Märchen glauben können.

Ich bin ja nur ein harmloser Elektriker, aber in Gelsenkirchen tummeln sich ja die aller gefährlichsten Subjekte wie Sami Al-Mujtaba – oder schlimmer noch: Ein waschechter Talibernd. Dabei war der Talibernd am 23.10.2018 – eigenen Angaben zufolge – gar nicht dort, sondern in Duisburg. Trotzdem ist nicht ausgeschlossen, dass er irgendwie zu diesem skurrilen Urteil beitrug, denn er verhält sich zu diesem Urteil

auffällig unauffällig.

Das Licht der Sonne sollte damals Folge sein der Machenschaften im Verborgenen. Auch heute kann gesagt werden, dass das Aufdecken der Geheimnisse befohlen (Luk. 12, 2-3) ist:

„Es ist aber nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird. Darum, was ihr in der Finsternis sagt, das wird man im Licht hören; und was ihr ins Ohr flüstert in den Kammern, das wird man auf den Dächern verkündigen.“

sowie die unliebsame Wirkung der Nachrichten prophezeit ist (Dan. 11, 44):

„Es werden ihn [den Herrscher] aber Gerüchte (je nach Übersetzung auch: News, reports, tidings, nouvelles) erschrecken aus Osten und Norden.“

Na, dann: Freut euch doch schon mal
und lasst es weiter klingeln!

P.S. Wäre das Urteil andersherum ausgefallen, fände ich es allerdings auch nicht besser.

Werbeanzeigen

2 Kommentare zu „Du hast’s heimlich getan, ich aber will dies tun … im Licht der Sonne.“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s