Gnade für Angela Masch !!!

Gnadengesuch!

oder was Winnetou und Jesus Christus gemeinsam haben:

Während die Existenz beider umstritten ist und sogar beide eine Auferstehung hatten

Wiki:: „1997 ließ dann das ZDF Winnetou für die Fernsehproduktion Winnetous Rückkehr (1. und 2. Teil) ‚wiederauferstehen‘.“,

kann dies nicht der eigentliche Grund ihrer Berühmtheit sein. Schließlich gibt es sogar biblische Berichte von Auferweckungen, wie z. B. 1. Könige 17, 22, bei denen nicht einmal der Name des Begünstigten überliefert ist. Nein! – Die Gemeinsamkeit, die beide berühmt machte, muss in etwas anderem liegen:

Die Entschiedenheit im Kampf für das Gute!

Winnetous Einsatz galt dem Frieden der Indianer – Christi Weg dem Frieden mit Gott. Aber auch die Ehrenhaftigkeit ihrer Motive kann allein nicht als Grund ihrer Bekanntheit gesehen werden. Es muss noch mehr dahinter stecken:

Die Entschlossenheit beider reichte bis zur Selbstaufopferung. Winnetou tat dies nach Karl-May durch sein ganzes Lebenswerk und in der bekannten Winnetou-3-Verfilmung wurde das noch gesteigert in der Form, dass Winnetou sein Leben für Old Shatterhand gab. Wiki:: „Winnetou bemerkt Rollins und wirft sich im Moment des Schusses auf Old Shatterhand, um ihn mit seinem Körper zu schützen.“

Warum ist es die heldenhafte Hingabe,
die die Menschen so beeindruckt?

Hoffnung und Angst bestimmen das Leben. Hoffnung ist das entscheidende Lebenselixier gegen die Angst und stirbt deshalb zuletzt. Die letzte Hoffnung klammert sich an die Möglichkeit, dass es noch Helden gibt, die für andere Sorge tragen. Ihre Handlungen, ihr Erfolg und Misserfolg interessieren, weil sich mit ihnen auch die Möglichkeiten und Erfolgsaussichten eigenen Handelns einschätzen lassen. Von den Gladiatoren über Eddie the Eagle bis hin zu Magneto fesselt die Frage, was erreichen kann, wer alles gibt und ganz besonders dann, wenn er mehr hat oder mehr gibt, als man es selbst könnte oder wollte.

Was hat das nun mit dem Gnadengesuch zu tun?

Weder Winnetou noch Jesus Christus winselten jemals um Gnade, schon gar nicht um billige.

Bekanntlich kannte Winnetou als Indianer keinen Schmerz
und  Jesus vergab denen, die nicht wussten, was sie taten!

Die Heldenhaftigkeit und Entschiedenheit in der Hingabe findet auch heute noch ihre Nachahmer: Angela Masch lehnte die billige Möglichkeit der Haftvermeidung – und sogar eine dazu angebotene finanzielle Unterstützung – ab, weil – dieselbe nur in Form eines ’schmutzigen Deals‘ bestand. Sie hätte den Prozess gegen sich für wenige hundert Euro und der Zusage, ihre Veröffentlichungen zurückzunehmen abwenden können – aber aus Gewissensgründen verzichtete sie auf ihr eigenes Wohlergehen!

Solch eine Haltung meine auch ich zu haben. Ich sehe deshalb keine Hindernisse, die Gewissensentscheidungen anderer zu respektieren und zu unterstützen. Dieser Respekt verbietet Fragen wie:

  • warum bist du denn nicht ‚vernünftig‘?
  • warum lehnst du denn sogar Hilfe ab?
  • warum bittest du nicht selbst um Gnade?
  • warum bist du denn so uneinsichtig (mehr dazu s. u.!)?“

Aber ich sehe auch keine Hindernisse, um Gnade für die zu Unrecht Verfolgte zu bitten. Während die Bibel Jesu Gebot erklärt (Galater 6, 2):

Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

Erst einmal muss ich erkennen, dass Angela Masch dieses Gebot noch mehr erfüllt als ich, während ich als bekennender Christ Jesus vielleicht viel näher stehen müsste.

Dann aber kam ich mehr oder weniger zufällig in Kenntnis der an Angela Masch gerichteten Haftantrittsaufforderung. In dieser wurde erklärt, dass auch das Stellen von Gnadengesuchen keine aufschiebende Wirkung entfalten könne.

Nun brauchte es also nicht mal mehr eine Idee: Ich musste mich fragen, warum denn nicht ich ein bisschen von Angelas Last mittragen sollte und ein Gnadengesuch für sie stellen. Für mich stellte sich nicht Frage:

Gnade oder Gerechtigkeit?

Es war ja klar: wir beide wollten Gerechtigkeit. Aber warum nicht

Gnade und Gerechtigkeit?

Auflösen lässt sich dieser scheinbare Widerspruch sehr einfach mithilfe der so genannten subjektiven Schuldmerkmale: Üblicherweise prüfen Richter dieses Kriterium bei Straftätern. Soweit nun Richter zu Straftätern wurden, muss auch das Volk – als eigentlicher Auftraggeber der Richterschaft und letzte kontrollfähige Instanz – eine gerechte Sicht auf diese Subjekte entwickeln und respektieren, dass die Sache aus Sicht der Richter anders aussehen mag, als es offenkundig der Fall ist. Das Ergebnis für das Gnadengesuche ist die folgende Formulierung:

Gnade vor Gerechtigkeit aus richterlicher Sicht!


#Scheinurteil?

Allerdings sind mir mittlerweile ernsthafte Zweifel gekommen, ob das zugrunde gelegte ‚Kaiserslauterner Urteil‘ vom 15.03.2017 überhaupt echt ist: Ich war bei der Verhandlung am 15.08.2017 in Wittmund selbst völlig unbedarft und wusste nichts von einem Strafprozess gegen Angela im März. Aber ich musste als Augenzeuge der Urteilsverkündung hören, dass Angela dort 6 Monate ohne Bewährung aufgebrummt bekam. Ich erwartete an dieser Stelle eine Begründung mithilfe von Vorstrafen. Aber darauf wurde nicht abgestellt.

Frühere Verurteilungen wurden für den
Ausschluss der Bewährung nicht angeführt!

Statt dessen hieß es lapidar, Angela sei völlig uneinsichtig, worauf hin ich lachte und mich fragte, was Angela denn hätte einsehen sollen. Diese Frage nebst Vorschlägen denkbarer Antworten stellte ich auch dem Richter, aber sie blieben bis heute

unbeantwortet!

Deshalb muss nun noch weiter gefragt werden:

  • Gibt es im Namen des Volkes Geheimurteile
    als Instrument der Einschüchterung Einzelner,
    die sich jeder Kontrolle entziehen?
     
  • Gibt es eine Geheimkommunikation unter Richtern
    über geheime Scheinurteile im Namen des Volkes?

Ich schickte deshalb der Bitte um Gnade noch die Bitte um Gerechtigkeit aus Richterperspektive in transparent gemachter Form voraus. Die Einzelheiten sind nachzulesen im Gnadengesuch.pdf.

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