War es zum lachen, oder zum weinen?

An den Richter am Amtsgericht Wittmund
Dirk Mönkediek
Am Markt 11

26409 Wittmund

AGWTM-Poststelle@Justiz.Niedersachsen.de

O F F E N E R   B R I E F

zur Verhandlung am 15.08.2017 gegen Angela Masch / Jo Conrad

LOL  –  Da wollte ich lachen!

Leider konnte ich wegen der Fülle des Andrangs nur das ungefähr letzte Drittel des Termins persönlich verfolgen.
Angela las aus ihrem Plädoyer vor, was geschehen war, wie verstört, abgemagert und verzweifelt der Junge bei ihr ankam.

Dabei finde ich es wichtig, für alle die mal googeln wollen, seinen vollen Namen zu nennen: DAVE MÖBIUS (Bruder von PIA; das gilt übrigens auch der Zeitung!).

Weiter schilderte Angela anhand eines guten Dutzends Gesetzestexte, wie sehr sie sich und ihr Handeln an RECHT UND GESETZ ausrichtet. Dieser Vortrag hatte eine ganze Weile gedauert und ich suchte derweil den Blickkontakt zu Richter, Staatsanwalt und Protokollführerin.

Sie alle konnten den Blick nicht erwiedern und schauten betreten zur Seite!

Polizisten sprachen (in einer Pause) Angela ihren TIEFEN RESPEKT aus.

Nachdem der Richter diese peinliche Geißelung überstanden hatte, zog er sich zur Erholung zurück.
Zur Beratung kann man ja nicht sagen, denn er war Einzelrichter.

Zum Vergleich nehme ich meinen eigenen, vielleicht 1000mal kleineren Fall: Dort waren fünf Richter für eine Verwaltungsrechtssache mit (zumindest vorläufig erkannter) grundsätzlicher Bedeutung und einem Streitwert von vergleichsweise lächerlichen 5000 Euro zugeteilt, so dass es dort zumindest einen Anschein von Beratung geben konnte.

In beiden Fällen entfernten sich die Richter jedoch vorsätzlich und in schwerwiegender Weise von RECHT und GESETZ. Ja, RECHT ist mehr als Gesetz (siehe 1 PBvU 1/02, Rechtsschutz gegen Richter!):

Es gibt ein ungeschriebenes RECHT, allgemein anerkannte Konventionen, welche eine absolut unumstrittene Allgemeingültigkeit haben, dass man darüber (eigentlich) gar nicht diskutieren müsste. Nun aber offensichtlich DOCH. Es sind ganz allgemeine Regeln des Zusammenlebens kultivierter Menschen:

Der Starke schützt den Schwachen, der Sehende führt den Blinden, der Wissende lehrt den Wissbegierigen und Wasser fließt nicht bergauf (sorry, das ist jetzt zynisch).

Dies sind Grundsätze aller Staatsbildung und letztlich Ausfluss des Rechts auf Sicherheit und Gewissensfreiheit (auch codifiziert u. a. in: UN Res. 217; Art. 6 GRCh; Art. 5 EMRK; Art. 4, 25 GG).

Geschichtlich gesehen, noch bevor es zu Staatsbildungen kam, war der Schutz- und Sicherheitsgedanke die treibende Kraft für den Zusammenschluss von Menschen in Städten und die gemeinsame Verteidigung von Leben und Freiheit (z. B. durch Stadtmauern).

Aber auch schon vor der Städtebildung fanden sich Menschen in Horden zusammen – und zwar genau aus diesem Grund. Sogar bei Outlaws – die sich ja tüchtig von Recht und Gesetz entfernt hatten – wie z. B. bei den Piraten vertraute man darauf, dass ein SEHENDER/WISSENDER im Ausguck alarmiert, wenn die Sicherheit der unter Deck schlafenden in Gefahr gerät.

Dieses Prinzip ist nicht nur bei mehr oder weniger kultivierten Menschen verankert, sondern auch bei Tieren. Schwarmintelligenz nennt man das, wenn die Gemeinschaft nicht taub ist vor Alarmierungen und Verhaltensweisen eines jeden einzelnen.

Herr Richter Mönkediek: Sie stellen sich nicht nur abseits von Recht und Gesetz, sonder auch unterhalb jeder menschlichen Kultur, biologischen Intelligenz und sozialen Würde. Was sogar die RAF bei Hans-Martin Schleyer und Adolf Hitler nach dem Stauffenberg-Attentat für nötig hielten, das haben Sie in Ihrer unentblödeten Amtsführung anscheinend nicht nötig: Lebenszeichen geben!

Sie geben vor, im Namen des Kindeswohles zu handeln und verspielen das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Justiz!

Wenn das so weiter geht, ist es am Ende eine Gefährdung des Bestandes unseres Staates!

Und nun zu meinem Lacher:
Ich habe die Lautstärke meines Lachens wohl dosiert.
Gott sei es gedankt, habe ich mich so weit unter Kontrolle.
Die vollzogene Lautstärke war die Herausforderung an Sie.
Sie sollten doch noch einmal zeigen können, mit welchen Methoden Sie agieren.
Sie haben diese Herausforderung angenommen und den Saal räumen lassen.
Damit haben Sie anerkannt, dass die Wahl der Waffen bei mir liegt.

Seien Sie ein Mann und kneifen Sie jetzt nicht!
Führen Sie die Auseinandersetzung zu Ende und zwar auf irgend einer öffentlichen Plattform, denen die beiden Angeklagten Angela Masch und Johannes Conrad vertrauen!

Eigentlich erklärt man ja keine Witze und schon gar nicht dem, der sie vorträgt.
Aber wo Sie ernst meinen, was eigentlich nur ein schlechter Scherz sein kann, muss ich wohl eine Ausnahme machen:

Es fiel mir leicht, laut zu lachen, als sagten, Frau Masch sei ja völlig uneinsichtig.
Was bitte schön – und das frage ich jetzt Sie, Herr Mönkediek, sollte sie denn einsehen?

  • Dass sie bei den vielen Gesetzen, die sie vorlas und die ihr eine Selbstbestätigung waren im Trüben fischte, und dass für sie einzig und allein eine amtlich bestellte Person maßgeblich sein soll?
  • Dass sie ihren eigenen Augen nicht trauen darf, wenn sie ein erbarmungswürdiges Kind vor sich sieht?
  • Dass sie dieses Kind dann in das Höllenfeuer zurückschicken soll, von dem es gerade geflohen ist?
  • Dass sie ihrem eigenen Gewissen nicht trauen darf?
  • Dass sie den vorgeblichen kindeswohlorientierten Weisungen folgen muss, die sich aber jeglicher Glaubhaftmachung ledig machten?
  • Dass sie eine Gefahr nicht annehmen darf, die sie vor Augen sah und die nun – wo Dave Möbius nicht mehr vernehmungsfähig ist – sogar erwiesener Maßen eingetreten ist?
  • Dass sich Zivilcourage nicht lohnt?

Joachim Baum
Windelsbleicher Str. 10
33647 Bielefeld

Erstantwort bitte ausschließlich auf:
http://www.leak6.wordpress.com


Weiterführende Links:

Zeig mich bitte auch noch an!

von Dieter Hallervorden: „Ich wollte da nicht nur solidarisch mit den angegriffenen Kollegen sein, sondern eigentlich auch mit mir selbst und meiner künstlerischen Freiheit!“

Ist auslachen strafbar?

Übereinkommen über die Rechte des Kindes (mit Kommentaren von mir)

Position der Deutschen Liga für das Kind

Kinderrechte ins Grundgesetz (alte, aber umfassend unterstützte Initiative)

Aktuelle Petition von Michael Langhans
Edit 28.08.2017: Direkter Link zu OpenPetition

4 Kommentare zu „War es zum lachen, oder zum weinen?“

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